Erfahrungen mit Sturzbügeln

  • Hallo ihr Lieben,


    nach langer Zeit melde ich mich mal zurück.
    Nachdem ich noch immer mit meinem Fuß rummache und das auch noch einige Monate dauern wird...Fehlbehandlungen, Inoperabilität, etc.


    In Anbetracht dessen, dass ich mittlerweile schon 4 Monate auf Krücken laufe, das ganze noch bis mindestens März/April so weitergehen wird, also dann fast ein Jahr, habe ich mir überlegt, wie ich für die nächste Saison, falls ich sie mitfahren kann, den nächsten gebrochenen Fuß vermeiden kann.


    Tiefergelegt ist das Eisenschwein schon. Jetzt ist die Frage, ob Sturzbügel beim nächsten Mal evtl die Rettung für meine Füße sein könnte. Deswegen wollte ich mal fragen, wer Sturzbügel dran hat und wie viel Platz sie einem zwischen Motorrad und Boden bei 90 Grad Schräglage bieten. Insbesondere im Bereich des Motorblocks. ?(
    Vielleicht hat zufällig jemand noch ein Foto :crazy:


    Wäre wirklich hilfreich. Ich bin zur Zeit nämlich sehr unsicher, ob ich überhaupt wieder fahre... :zensiert:

  • Erstmal gute Besserung, das hört sich ja schon böse an.
    Nach unserem ersten unfreiwilligen Asphaltkontakt hatte ich ganz schön Herzklopfen, aber musste ja irgendwie wieder nach Hause, also rauf und weiter. Unter Reitern heisst es: Sofern möglich, sofort wieder aufsteigen. Um es sich selbst und dem Pferd zu zeigen, dass ein Sturz zwar passieren kann, aber damit nicht alles vorbei ist. Selbiges also beim Mopped: So schnell wie möglich wieder drauf und gucken, wie du dich fühlst. Je länger du es hinausschiebst, desto schwieriger wird es, vermute ich.


    Zu Weihnachten gibts bei uns Sturzpads ;)

  • Einfach wieder aufs Mopped.
    Nach meinem Sturz sollte ich bis zu Entfernung des Tibianagels auch nicht fahren.
    Unfall Ende August 2011, im Februar 2012 Mopped gekauft und gefahren.
    Konnt zwar noch nicht laufen aber Moppedfahren ging dann.
    Gute Besserung. :thumbsup:
    Zu Sturzbügeln kann ich nichts sagen, hatte noch nie welche an meinen Moppeds.
    Da habe ich mit meinen langen Beinen aber wohl auch einen Vorteil wenn es kippilig wird :D
    VG
    Stefan

  • Fara, das ist keine gute Nachricht, aber geb nicht auf, verarbeite den Unfall, beschäftige dich damit. Rede drüber, guck dir, wenns geht, den Unfallort nochmal an. Analysiere den Unfall sogut es dir halt möglich ist. Welche Schuhe hattest du getragen, hatten die Protektoren, ect. ect. Diese Art der Aufarbeitung hat mir zBsp. geholfen, meinem Unfall (das Auto war Schrott, ich bin mit ner kleinen Schramme davongekommen) den Schrecken zu nehmen.


    Ob der Bruch mit Sturzbügel oder -pads hätte verhindert werden können? Ich bin in der Fahrschule mit einer mir viel zu großen Maschine ohne Sturzpads öfter umgefallen, meinem Fuß hat das nix gemacht, ich hatte eher an der Hüfte blaue Flecken. Meine Daytona-Stiefel haben mich wahrscheinlich vor Verletzungen geschützt, denn das Möppi hat zweimal auf mir drauf gelegen, der Fahrlehrer musste mich erstmal ausgraben :wacko:
    Mit meiner XJ bin ich auch schon zweimal umgefallen, die hat die Pads von Yamaha dran. Ich hatte keine Verletzungen, mein Möppi allerdings auch nicht :D


    Bau dir Sturzbügel oder Pads ran ans Mopped, es beruhigt und bringt dir ein gewisses Maß an Sicherheit zurück. Aber Aufgeben? Nee, dafür liebst du doch das Motorrad fahren viel zu sehr. Das wird wieder, ich drück dir die Daumen.

  • Bau dir Sturzbügel oder Pads ran ans Mopped, es beruhigt und bringt dir ein gewisses Maß an Sicherheit zurück. Aber Aufgeben? Nee, dafür liebst du doch das Motorrad fahren viel zu sehr. Das wird wieder, ich drück dir die Daumen.


    Die 2 Sätze hätte ich nicht besser schreiben können. 100% meine Meinung!


    Ich wünsche Dir das allerbeste für Deine Genesung. Vor allem, dass es schnell geht und alles wieder vollständig in Ordnung kommt.

  • für kleine menschen ist halt das problem, daß sie - oft selbst nach tieferlegung des mopeds - die beine einfach nicht weitgenug vom moped abspreizen können, um sicheren stand zu haben. und wenn sie umfallen, ist der fuß von alleine schon fast unter dem moped. und ein gebrochener fuß ist etwas ganz anderes wie ein schienbein, das mit titan stabilisiert ist. ich weiß jetzt zwar nicht genau, was genau an katha´s fuß kaputt ist, aber der heilungsverlauf scheint sich ja kompliziert zu haben. so ist rauf auf den bock vielleicht nicht der richtige ratschlag. wenn sie einen fuß nicht belasten kann und die muskulatur atrophiert ist, ist der nächste unfall schon vorprogrammiert.
    katha, einfach mal schauen, daß dein fuß wieder gut wird und keine gedanken an´s moped verschwenden. wenn du wieder fit bist und bock hast auf´s zweirad, gut, wenn nicht, auch gut. im bockfall einfach mal nach was leichterem umschauen, vielleicht mit ein oder zwei zylindern - die teile bauen schmäler als ein vierzylinder - ohne sicheren stand wirst du immer unsicher sein.
    wenn du bei google sturzbügel yamaha xj6 eingibst, findest du ne ganze menge. die teile sind aber alle dafür konstruiert, daß die motordeckel nicht verkratzt werden und nicht, daß für die füße genügend überlebensraum bleibt.

  • Erstmal danke für die Genesungswünsche.


    So schnell wie möglich wieder drauf und gucken, wie du dich fühlst. Je länger du es hinausschiebst, desto schwieriger wird es, vermute ich.


    Das geht wohl schlecht, wenn ich nicht mal laufen kann, weil ich nicht wirklich auftreten darf...Knapp 12 Monate ohne Fahren werden es wohl werden und in Anbetracht dessen, wie kompliziert das mit dem Bruch ist und wie langwierig, bin ich mir immer unsicherer, ob ich mir das ggfs. noch ein zweites Mal antun will. Meine Nerven liegen mittlerweile echt blank.


    Bau dir Sturzbügel oder Pads ran ans Mopped, es beruhigt und bringt dir ein gewisses Maß an Sicherheit zurück.


    Pads hab ich quasi von Beginn an dran. Hatte gedacht es gibt vielleicht Sturzbügel, die weiter abstehen als bei Invisible...


    Welche Schuhe hattest du getragen, hatten die Protektoren, ect. ect.


    Ich hatte gute, teure Schuhe mit Protektoren an, nützt einem aber auch nichts, wenn sich knapp 200kg Motorrad auf die Kante des Motorblocks konzentrieren und darunter mein Fuß quer liegt. An den Schuhen kann man auch nicht wirklich was sehen, außer ein paar Kratzern.


    ich weiß jetzt zwar nicht genau, was genau an katha´s fuß kaputt ist, aber der heilungsverlauf scheint sich ja kompliziert zu haben. so ist rauf auf den bock vielleicht nicht der richtige ratschlag. wenn sie einen fuß nicht belasten kann und die muskulatur atrophiert ist, ist der nächste unfall schon vorprogrammiert.


    Durch die Quetschung zwischen Erde und Motorblock habe ich mir den zweiten Mittelfußknochen gebrochen. War eigentlich ein glatter Bruch, der sich nicht verschoben hatte. Das ist nun 4 Monate her. Vor drei Wochen war ich dann bei einem Spezialisten für fehlverheilte Knochenbrüche, nachdem ich schon mit 3 Orthopäden bzw. Chirurgen gekämpft habe, dass da ja irgendwas nicht so läuft wie es soll. Bei einigen Untersuchungen des Spezialisten hat sich dann herausgestellt, dass der Bruch an sich zwar nicht kompliziert war/ist, aber dass der Spalt von Anfang an viel zu groß war, als dass er von alleine hätte zusammenwachsen können. Dementsprechend hat sich dazwischen nur ein Falschgelenk gebildet. Hinzukommt, dass durch die widersprüchlichen Anweisungen der Ärzte (Mal Belastung, mal keine, etc.) sich der Bruch mittlerweile noch zusätzlich verschoben hat. Letzten Mittwoch sollte das Ganze operiert werden. Knochentransplantation aus dem Schienbein, RIchtung des Bruches und Fixierung mit Metallplatte. Am Dienstagabend bei den letzten Voruntersuchungen stellte sich dann aber heraus, dass die Knochen im Fuß sehr demineralisiert sind und ich in den letzten 3-4 Wochen eine Abwehrreaktion auf den Bruch gebildet habe. Schlussfolgerung: Keine OP, da ich sonst bleibende Schäden zurückbehalten würde. Nun muss ich wieder 6 Wochen warten, Medikamente etc nehmen, um den Fuß operabel zu machen. Anfang DEZEMBER ist dann erst mal nur die Kontrolle, und wenn die gut ausgeht, dann muss erst noch wieder ein OP-Termin gefunden werden. Ob ich überhaupt noch dieses Jahr operiert werde, scheint mir mittlerweile eher unrealistisch. Und nach Aussage des Arztes dauert es nach der OP auch nochmal 2 mit Orthese und dann nochmal einige Monate, bis ich wieder einigermaßen laufen kann...
    Meine Nerven liegen echt blank, allein aufgrund der Tatsache, dass ich 4 Monate falsch behandelt wurde und das schon alles hinter mir hätte haben können und dazu, dass mir ständig neue Hoffnungen gemacht werden und man sich darauf einstellt, jetzt ist es bald vorbei und dann wird man wieder und wieder enttäuscht. Bin mittlerweile schon ziemlich hofnungslos.

  • Das ist ja übel, dass aus einem gar nicht so komplizierten Bruch so eine komplizierte und labge Sache wird.
    Ob Sturzbügel den Bruch verhindert hätten wäre ich auch nicht sicher.
    Evrl. hätte der Fuß auch schon Schaden genommen bevor die Bügel zum Einsatz gekommen wären.
    Di weiter gute Besserung und ich hoffe, es wird alles noch positiv ausgehen.
    Bei mir wurde die Materialentfernung auch 2 mal verschoben.
    Jeder Doc ne andere Meinung :(
    Gleich nach der 1. Op habe ich auch gedacht das wars mit Moppedfahren.
    Aber nun gehts.
    Aber voll in ordnung ist es nicht mehr und wirds auch nicht mehr ganz.
    VG
    Stefan
    sah dann so aus:

  • der wievielte mittelfußknochen war es denn. am 5ten z.b. ist eine pseudoarthrose sehr häufig (dort zieht eine sehne und verhindert eine ausreichende ruhigstellung), weswegen man dort von vornherein lieber operiert. dislokation (= spalt zwischen den bruchstücken ist zu groß und durch einrichten nicht behebbar, weil z.b. andere gewebeanteile eingeklemmt sind)) ist ebenfalls eine indikation zu chirurgischem vorgehen. so wie das schilderst, sind jetzt noch teile des falschgelenks abgestorben, wodurch eine osteosynthese vorerst unmöglich geworden ist. hoffe, daß du jetzt endlich in kompetente hände gelangt bist und wünsch dir alles gute.

  • wbdz14: Bin jetzt bei einem Spezialisten in Volkach, der mich ja letzte Woche richten wollte. Aber es geht ja nicht... War jetzt auch noch beim Osteopathen, der hat mir das Ganze bestätigt, was der Arzt in Volkach gesagt hat und hat gemeint, dass das ein guter Arzt ist. Ich muss jetzt etliche Vitamine zu mir nehmen, um die Demineralisierung in den Griff zu bekommen. In der Hoffnung, dass Anfang Dezember beim Kontrolltermin der Knochen so weit ist, dass er operiert werden kann. Aber mittlerweile hab ich überhaupt keinen Bock mehr auf die ganze Sch... Würde mir am liebsten den Fuß einfach abhacken...

  • Ich möchte meine ernstgemeinte Antwort auch nochmal in den Raum werfen.


    Koffer !? Einfach dauerhaft mit diesen Fahren und man hat seine Ruhe. Ich selbst mache es nicht. Aber meine Schwiegereltern z.B. fahren beide mit Koffern, hat meiner Schwiegermutter, die auch nicht die größte ist, bei ihrer Boxer schon häufiger geholfen die Beine nicht einzuklemmen...

  • ich hab die originalen stürzbügel dran und kann zu den anderen nicht viel sagen, fand sie nur zu wenig schützend - rein vom produktfoto her.


    mein moped hat 2 mal von den bügeln gebrauch gemacht, welche krass gut gehalten haben, was sie versprechen.
    dass sie den fuß im aufprallfall etwas entlasten, wenn dieser denn überhaupt noch an ort und stelle ist, halte ich für sehr gut möglich.

  • Bin jetzt bei einem Spezialisten in Volkach, der mich ja letzte Woche richten wollte. Aber es geht ja nicht... War jetzt auch noch beim Osteopathen, der hat mir das Ganze bestätigt, was der Arzt in Volkach gesagt hat und hat gemeint, dass das ein guter Arzt ist.


    kuhmann, ettner? gute wahl, mit denen arbeite ich auch zusammen. chirurgisch bist du wahrscheinlich in der helios-klinik gelandet, da kann ich auch nur gutes berichten.

  • Hi Fara,


    tja was soll man sagen...ein Umfaller is nie schön :thumbdown: und wenn noch was schlimmes passiert so wie bei Dir...nich gut ;(


    Also bin vorher mal kurz unterwegs gewesen und hab an Dich gedacht....
    Bin auf`m Heimweg zu meinem Bike in die Garage gegagen und hab mal Fotos gemacht...leider nur mit`m Handy (schlechte Quali)


    Man kann leider nicht viel sehen....aber etwas kann man erahnen...
    Das wenn Du da Deinen Fuß oder Bein irgendwie dazwischen hast....nicht viel luft/Platz bleibt :thumbdown: .
    Der Bügel ist Original von Yam....er schützt nur dein Bike (Motorblock und so) mehr nicht....würd ich sagen..


    Ich hoff ich hab Dir etwas helfen können.... ^^


    Gruß
    Thomas

  • Fara


    ... das klingt alles aber garnicht gut - ich wünsch dir vor allem gute Genesung :thumbup:


    das mit den Sturzpads und mit den Sturzbügeln wird dir nicht viel Platz für einen Fuß bieten
    diese Teile sind nun mal nur um die Maschine zu schützen
    was dir eventuell noch etwas mehr Schutz bieten könnte sind Cross-Stiefel, die sind etwas mehr auf Schutz aufgebaut
    die sehen dann aber etwas bescheiden auf einer XJ& aus


    ---


    Afro73


    alle Achtung - da gibt es hier nette Typen die legen sogar ihr Bike wegen eines Fotos mal eben auf die Seite - Top :thumbsup:


    :wink:

  • hi fara,


    erstmals gute besserung, das ist das wichtigste, gib auch deinem körper die zeit die er einfach braucht. ;)


    auf deine Frage:


    - sturzbügel/pads schützen das mopped - aber nicht dich!!!
    - wenn 200 kg auf deinen körper prallen und das gewicht auf ein stahlrohr mit ca. 1,5 -2 cm breite(=sturzbügel) konzentriert auf deinen körper treffen, ist das schlimmer als wenn die druckfläche - z.b. tank - verteilt und flexibel ist.
    - daher sind schutzkleidung/protektoren und gute langschaftstiefel (z.b. daytona u.a.) noch immer der beste weg - die protektoren verteilen einfach die aufprallenergie auf eine größere fläche, das vermindert das verletzungsrisiko bis zu einem gewissen grad.


    lg - mike



    p.s.: ich hatte diese saison einen umfaller und auch einen ausritt mit 70 kmh, konnte danach dank toller schutzkleidung jeweils weiterfahren, brauchte aber auch zeit zur genesung - investiere lieber in gute ausrüstung und nicht ins mopped :thumbsup: !