Motorrad zum pendeln, welche Kleider und Zubehör?

  • Hallihallo!

    Eigentlich habe ich meine XJ6 vor einigen Monaten nur als Spassgerät gekauft. Wirklich brauchen tu ich das Motorrad nicht. Jetzt ist es aber so, dass ich mich ab Oktober für ein Wirtschaftsstudium angemeldet habe. Zwar gibt es auf dieser Strecke ein Tram, ist aber extrem langsam weil es in jeder Ortschaft zwischen zwei- und dreimal anhält.


    Nun hatte ich natürlich die Idee, diese Strecke (ausser bei Eis und Schnee) mit dem Motorrad zu bestreiten. Es sind jeweils etwas über 20km pro Weg, alles überland bis in die nächste Stadt. Fahrzeit etwa 35 Minuten.


    Welche Kleidung würdet ihr mir empfehlen dafür? Muss natürlich 100% regendicht sein. Bis jetzt besitze ich eine leichte Sommerjacke und eine etwas dickere für Frühling/Herbst. Dazu zwei Hosen welche aber nicht über andere Hosen angezogen werden können.


    Vielen Dank für eure Tipps.


    Dömu

  • Zur Schule (33km pro Weg) (bzw Kurztrips) habe ich:

    mid Schuhe - deren Schnürsenkel ich in die Schuhe stecke und

    Jeans - deren Enden ich in die Strümpfe stecke

    beides mache ich, dass ich nicht an den Fußrasten o.ä. hängen bleibe.

    Obenrum normale Motorradbekleidung.


    Für die Mitnahme habe ich einen Rucksack, in den zur not eine Regenhose kommt.

    An besonders heißen tagen, trage ich eine kurze Hose drunter, dadurch kann ich am Ziel die Jeans ausziehen.


    Selbst bin ich ständig am schauen, wann und welche Motorrad-Jeans-Hose ich mir hole.

    In deren Beschreibung steht z.B. auch Wasserdicht.


    100% Regendicht bist du aber nur mit Gummi- bzw. Plastiküberzieher.

  • Hi,


    ich pendle ganzjährig 4x pro Woche, 20km einfacher Weg. Zugegeben, wenn es bei Abfahrt schon regnet oder Regen angesagt ist nehme ich eher den Roller. Mit beiden Fahrzeugen trage ich stabile Schuhe, Jeans, Protektorenjacke, Handschuhe. Im Topcase immer dabei: eine Regenkombi. Die Dinger habe ein recht kleines Packmaß, können auch im Rucksack mitgenommen werden.


    Gruß,

    D.

  • ich bin in den Sommermonaten auch immer auf Arbeit gefahren. Schon alleine für den Zweck der Sicherheit würde ich die Motorradkombi (Textil) anziehen, wen auch im Sommer sehr warm, man von Ampel zu Ampel fährt. Auch für den Aspekt wen es mal regnen sollte bist eigentlich gut aufgestellt, ist ja nicht so toll 35 Minuten im "Dauerregen" zu fahren ohne richtige Kleidung.

  • Ich bin zwar kein pendler aber fahre ja selbst auch etwas länger und für mich geht schutz immer vor, egal wie lang die strecke ist!

    Du scheinst ja in den Herbst bzw Winter übergehend fahren zu wollen und wenn du dich nicht zwanzig mal umziehen magst wäre ne gescheite Motorradjeans sinnvoll und wenn es kühler wird von normal bis thermo unterwäsche! Oben würde ich immer ne richtige Textiljacke tragen! So brauchst nur ne regenhose mitnehmen und nichtweiter umziehen! Oder eben richtige komplette Textilkombi, dann bist auch regensicher, und für Tagesverlauf Jeans mitnehmen!


    Je nach Vorliebe eben ;)

    Bin mal gespannt wofür dich entscheidest oder eben durch probieren bzw nutzen :S

    Geb mal dann bescheid


    Gruß Jack

  • Aus eigener Erfahrung:


    Keine Jeans unter (extra dafür zu weit gekaufter) Textilbekleidung. Da reichen im Sommer auch schon ein paar km und schon fängst du an zu schwitzen -> Jeans nass, Textilhose innen nass - und draußen strahlender Sonnenschein.


    Kauf dir lieber entsprechende Textilbekleidung oder eben Leder-Textil-Mix. Dann auf der Arbeit umziehen und gut.


    Ja, ist mehr Aufwand. Ja, Kollegen sind evtl. irritiert und du bekommst blöde Sprüche.


    Aber: So what?


    Ein Freund von mir ist ausschließlich mit dem Motorrad zur Arbeit gefahren - im Winter dann ÖPNV da kein PKW vorhanden. Immer 15 Minuten zusätzlich für Umziehen und dann anstempeln.


    Gleiches habe ich auch versucht, hatte eine nicht ganz verständnisvolle Kollegin welche dann zu meiner Leitung aufstieg. Sie konnte/wollte nicht verstehen das ich nicht zu Arbeiten anfange wenn ich auf den Hof rolle sondern erst dann wenn ich anfangen muss. Also bei Spätdienst mit Beginn um 14 Uhr fange ich nicht um 13:40 Uhr an sondern ziehe mich ganz gemütlich um und stemple auch erst um 14 Uhr an. Gab daher 2x kurzes Gezänk mit mir - hatte dann sogar einmal ein »Motorradbekleidungsverbot im Büro« ausgesprochen bekommen. :D


    Da sie sowieso mit alles und jedem Gezänk suchte war sie auch nicht lange Leitung und ging dann recht zügig recht freiwillig ihres Weges. Vielleicht sind dort wo sie jetzt arbeitet keine Motorradfahrer beschäftigt und sie ist jetzt glücklich. :D


    Grüße, Martin

  • ich fahre auch ab und mit dem Motorrad in die Arbeit.


    Je nach Wetter fahre ich einfach nur mit Motorradjeans und Textiljacke, geht auch ohne Thermounterwäsche. Wenns mal kühler ist und in den Herbst reingeht, fahre ich mit rein mit Textil und hierzu fahre ich halt dann mit Goretex-Kleidung, die ich mir für Fahrten ab Ende September/für den ganzen Oktober mal angeschafft hab - drunter dann noch Thermonterwäsche - zumindest bei der Textil-Hose.

  • Ich trag eigentlich ganzjährig eine Lederjeans und eine textiljacke mit klimamembran und herausnehmbarem Futter. Da ich mich auf Arbeit komplett umziehe, alles kein Problem.

  • Danke für eure wertvollen Tipps! Werde dann die verschiedenen Möglichkeiten durchdenken und evtl. noch eine hässliche Topbox anschaffen. Die sind halt genau so hässlich wie praktisch :)


    Auf der Arbeit habe ich auch gar kein Problem mich umzuziehen (bin der einzige Mann neben 18 Frauen =)). In der Schule könnte das aber etwas schwieriger werden.


    Natürlich gilt bei der Wahl der Kleidung auch bei mir immer: Safety First. Hier donnern genug Idioten in kurzen Hosen und Shirt herum...

  • habe mir gerade, jeweils mit Kevlar und Protektoren, eine Jeans und einen Hoodie gegönnt und laufe auch sonst mit den Sachen nicht so ungern rum. Das hat schon was. Und zur Not: Regenkombi drüber.

  • habe mir gerade, jeweils mit Kevlar und Protektoren, eine Jeans und einen Hoodie gegönnt und laufe auch sonst mit den Sachen nicht so ungern rum. Das hat schon was. Und zur Not: Regenkombi drüber.

    Verlink doch mal, wenn du damit zufrieden bist :)





    Ich habe mir ein paar Testvideos zu Motorrad-Jeans angeschaut.

    Die Ergebnisse waren ja nicht so toll...

  • Die Jeans sind eine Zwischenlösung. Und zwar zwischen »Optik und Zweckmäßigkeit« und »Funktion und Sicherheit«.


    Ich will damit sagen: Die Jeans mit Verstärkungen können (!) mit so mancher günstigen Textilkombi mithalten oder sind sogar besser als diese. Aber sie sind nicht auf dem Niveau einer Lederkombi oder Leder-Textil-Mix. Dafür sind sie im Sommer u.U. angenehmer zu tragen da luftiger und (etwas) leichter.


    Regen mögen sie nicht. Oder sogar sehr - wenn man ihnen unterstellt das das Aufsaugen des Regens ein Ausdruck von Freude der Baumwollfasern ist. :D


    Egal ob Männlein oder Weiblein: Wenn es auf der Fahrt dank Regen feucht im Schritt wird, ist's nicht mehr angenehm und Fahrtwind macht es auch nicht besser. Muss nicht ausprobiert werden, habe das schon hinter mir (undichte Textilhose 220 km von daheim entfernt und heimgefahren). Braucht kein Mensch als Erlebnis...


    Aber: Nach langem Zögern habe ich mir jetzt auch eine Motorrad-Jeans gekauft. Das Modell von Polo (derzeit auf 70 Euro reduziert), welches in Tests relativ gut abgeschnitten hat. Protektoren muss man extra kaufen (ca. 27 Euro pro Set, also 1x Knie und 1x Hüfte). Werde in meinem Blog berichten wie sich das so anfühlt wenn ich damit gefahren bin.


    Da ich i.d.R. zwischen sechs und zwölf Stunden bei meinen Tagestouren unterwegs bin ist mir da Leder-Textil-Mix lieber. Habe aber vor ein wenig mehr »Feierabendrunden« zu fahren. Durch eine Veränderung im Job habe ich dafür jetzt ein wenig mehr Zeit als in den letzten drei Jahren.


    Grüße, Martin

  • Nun, man muss immer aufpassen, was da womit verglichen wird.
    Lange galt: den besten Schutz bietet Leder in Verbindung mit anständigen Protektoren.
    Inzwischen gibts andere Materialien, die da mitkommen.


    Beim Kauf auf den Denier-Wert achten... (Fadenstärke)... ist aber noch nicht normal, dass dieser immer angegeben wird. (Muss also nichts heißen, wenn er fehlt oder unbekannt ist...)


    Viele Motorrad-Jeans-Artikel sind minderwertiger Schrott. Das gilt für so manch Textil-Artikel aber auch. Auch hat sich schon gezeigt, dass nicht jedes Aramid/Kevlar gleich gut schützt. Natürlich ist es je nach Verkäufer ein wenig Kaffeesatzleserei... aber zumindest ist es ein ziemlich amtlicher Versuch, Sicherheit und Komfort einigermaßen zu vereinen. Und gute Jeans-Artikel schlagen schlechte Textil-Artikel auf jeden Fall!

    Wie das mit meinem Hoodie aussieht, ist nochmal ne andere Sache. Dem traue ich nicht ganz so viel zu, obwohl er auch recht große Kevlar-Flächen hat... sicherheitstechnisch wurde er mir aber im Gegensatz zur ebenfalls zur Auswahl gestandenen herkömmlichen Motorrad-Sommerjacke als vorteilig angepriesen....

  • Hi Dominik,


    vielleicht wäre ja das was für Dich; habs im Werbehefterl von Louis gesehen, welches mir immer wieder ins Haus "flattert".


    Jacke

    https://www.louis.de/artikel/h…9c36ce7c6088ef734d035fe43

    und

    Hose

    https://www.louis.de/artikel/h…2186dd0f3a646970d83b4c01b

  • Wobei ich dann bei der Jacke auch gleich wieder "meine" Mohawk von Polo in den Ring werfen kann -> die hätte auch noch Lederbesatz an den sturzgefährdeten Stellen. Dafür kann man die Membran nicht herausnehmen. :(


    Der Preis wäre jedoch identisch.


    Hose -> weiß ich gerade bei mir selbst nicht was ein Nachfolger für die alte Mohawk Hose werden könnte. Das aktuelle Mohawk Modell ist es jedenfalls nicht.


    Grüße, Martin

  • Von der Mohawk gibt's doch 3 Modelle für verschiedene Ansprüche soweit ich weiß. Hab die Mohawk 2 Hose, Leder&Textil und rausnehmbare Membram. Die Mohawk 2 Jacke sollte identisch sein und damit auch Sommer&Herbst tauglich.

    Achso für die kurze Tour zur Arbeit hab ich die 69er Jeans von Polo, trägt sich fast wie ne normale Jeans.

  • Mohawk gab es schon viele. Eigentlich müssen wir jetzt schon bei 6 oder 7 sein. Polo kann aber nicht zählen. Sind nah an Windows dran. :D


    Mohawk 2.0 habe ich. Die meinst du evtl. nicht? - www.600ccm.info - Polo Mohawk MVS-1 Version 2.0. Die hat keine herausnehmbare Membran (was die verlinkte Jacke von Held hätte).


    Mohawk 3.0 meinst du, die gibt es nicht mehr. Heißt jetzt FLM Touren Leder-/Textiljacke 3.0 schwarz. Und die hat einen komischen Schnitt (finde ich jedenfalls - oder ich einen komischen Körper :D).


    Grüße, Martin

  • Die erste Variante: Ist nicht wasserdicht. Habe ich mir letzte Woche angeschaut. Große Mesh-Einsätze -> gibt sicherlich keinen Hitzestau, könnte aber schnell kühl werden. Bei Regen ohne Regenhose keine Chance.


    Die zweite Variante: Ich habe die allererste Variante der Hose. Noch kein "Mohawk" und kein MVS-1 sondern einfach nur Velourleder mit Knieprotektoren. Jeansschnitt mit kurzem Verbindungsreißverschluss. Ist okay - darf aber auch nicht nass werden. Sonst ist es mit dem Velour schnell vorbei.


    Die dritte Variante: Da gefallen mir im Vergleich zur alten Mohawk Hose mit MVS-1 die Nähte nicht wirklich (Position und Ausführung). Bin auf die Version 3.0 gespannt. Vielleicht kommt die ja 2019...


    Meine MVS-1 Hose habe ich verkauft (ist mir zu groß geworden). Habe jetzt nur noch die alte Mohawk ohne MVS-1 Hose - und die löst sich langsam aber sicher auf. :(


    Grüße, Martin