Hinterradachse einstellen

  • Hi alle, kleine Frage nachdem die Suche nichts ergeben hat. An der XJ6 Hinterradachse gibt es so eine kleine Einstellskala, damit rechts und links gleich eingestellt sein soll. Und dann macht man die kleinen 12er-Kontermuttern passend fest. 90nm auf die Achsmutter. Soweit alles klar. Nur.... diese dusselige Anzeige ist deshalb echt ungenau, weil das Winkelblech eben nicht exakt am Vierkantachsrohr anliegt, sondern Spiel hat. Das bedeutet, daß sich beim Festdrehen der Achse die Skala auf der linken Seite entgegengesetzt zur rechten Seite verdreht. Im Ergebnis ist bei mir die herausstehende Schraube wo die beiden Kontermuttern hinten festgezogen werden, auf der rechten Seite 1cm länger als links.


    Das kann so nicht gut sein!!! Ich meine, daß wenn der Schraubenrest, der hinten raussteht sich so unterscheidet, das Hinterrad permanent schief läuft, oder?


    Hier die Frage: Sollte man nicht diese Ungefähr-Skala vergessen und mit einem Meßschieber die beiden herausstehenden Schraubenlängen nach den Kontermuttern gleichmachen? Wer hat Erfahrung damit?!


    Danke Euch allen. Gruß, Diddi

    XJ6 Diversion 2012 in weiß - die weiße Schönheit - 12.000 im Jahr und viele schöne Erlebnisse

  • Okey okey okey.

    Hab die Antwort.


    Das Bike muß auf dem Seitenständer stehen, nicht auf dem Hauptständer. Dadurch drückt es die Winkel mit der Skala ans Vierkantrohr und alles ist fein. Nichts desto trotz ist die oben erwähnte Messung mit einem Meßschieber eine feine Sache. Und so stümmt das auch überein.


    War übrigens auch die Frage, ob nun der Kettendurchhang auf dem Haupt- oder dem Seitenständer gemessen wird. Der Unterschied sind etwa 5mm Kettendurchhang. In der Bedienungsanleitung und "Jetzt helf ich mir selbst" steht dazu nichts. Man findet Yamaha-Andeutungen an anderen Stellen: Seitenständer.


    Thema ist durch. Nur für künftige Generationen gespeichert.

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  • Laut Service Manual: Kettendurchhang auf Hauptständer (sowohl prüfen als auch einstellen).

    Die Ungenauigkeit der Bleche ist natürlich ein Thema – die beliebteste Lösung scheint ein Laser zur korrekten Ausrichtung zu sein; habe ich aber selbst nie benutzt.


  • Dankeschön. Öhm, ach, Mist. Also doch Hauptständer. Na dann noch eine Frage zum Kettendurchhang. Auf dieser Zeichnung sieht es so aus, als ob a) oben die obere Kante der Kette und unten die untere Kante der Kette meint. Weil das sind ja schon 10mm Unterschied, als wenn ich den Durchhang Mitte-Mitte messe.


    Ich hab seit kurzem die goldene DID Kette drauf. Das Teil läuft zwar weich, aber ich finde, das schlackert ziemlich - mehr als die originale davor. Was tun?


    Und: welche Kette kauft man sich am besten.... (sorry, offtopic)?


    (Sie hatte noch die Originalkette drauf: 30.000km, 14 Jahre alt. Kettenglieder saßen fest, Kette lief nicht mehr rund)

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  • Hallo Diddi :-)


    Zum Einstellen der Kettenflucht kannst das nehmen ....

    https://www.louis.de/artikel/r…aKglC6a2ozyBoC3UYQAvD_BwE

    Das ist ein sog. Kettenlaser. Alles andere ist ungenau und verkürtzt die Lebensdauer um 3-6 Tkm
    Als Kette nimmst Du am besten die DID ZVMX mit der höheren Zugfestigkeit von 3970 Kg.
    Die VX2 hat nur 3720Kg.


    Vg Alex:-)

  • Hey Alex. Danke für die Tipps. Dann will ich das mit dem Laser mal ernst nehmen.


    Rückfrage: Die VX3 ist 18,7mm breit. Die ZVM-X ist 21,1mm breit. Und letztere wird auch nicht als Kettensatz beim Detlef L. angeboten. Die wird dann wahrscheinlich mit dem Kettenrad und Ritzel nicht gehen weil zu wenig Auflagefläche im Zahn, oder?

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  • Hallo.

    Hier meine verwendeten Teile.

    Ritzel 16 Zähne

    https://ebay.io/m/56hvVI


    Kettenblatt 46 Zähne

    https://ebay.io/m/CySPZp


    520er Kette 118 Glieder

    https://ebay.io/m/hLKtfa


    Nie Probleme gehabt.

    Und immer mit Nietschloss verwendet.

    Auch nie Probleme gehabt.

    VG Alex

  • Hi Alex, ah, gut zu hören! Danke Dir. Hab mir für die DID Kette einen Kettennieter geholt (für das Geld, das ich damit beim Yamaha-Mann gespart hab) und das ist echt nicht schwer zu machen. Fühlt sich auch gut an. Gruß zurück.

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  • du kannst bei der XJ6 auch eine Endloskette ohne Probleme einbauen. Das Ritzel vorne kommt eh runter, die Kette bekommt man eingefädelt ;-)

    Und Kette spannen meinte ich doch immer mit dem Fahrergewicht drauf - macht ja ein unterschied ob du mit 75kg oder 100kg draufsitzt.

  • Sehe ich genauso. Gerade beim Kettenspannen macht das Fahrergewicht schon einen Unterschied. Lieber einmal unter realistischen Bedingungen einstellen, als die Kette am Ende zu stramm zu haben. Nach so einer schrauberei freut man sich abends auf daheim, wenn man sich in bequeme Hausschuhe und warme Pantoffeln schlüpfen kann, um die kalten Füße aufzuwärmen.

  • Zum Kuckuck. Ich wollt es wissen! Also hab ich mir einen Kettenfluchtlaser gekauft. Das Ding zeigte an, daß die Kette voll schief läuft. Also rechts die Achse verstellt: 1cm (!!!) die Achsposition nach hinten gezogen auf der rechten Seite. Laser zufrieden. Da ich aber weiß, daß bereits 1 Umdrehung an der Kettenseite den Kettendurchhang um 1 ganzen Zentimeter verstellt, blieb jetzt ein ganz übles Gefühl. Ich also zum Yamahamann. Der: "Das macht so kein Sinn. Kauf lieber zwei lange Aluvierkantrohre, mach die mit einer Schraubzwinge links und rechts am Hinterrad fest und dann siehst, wie die Fahrspur beim Vorderrad rauskommt." Ja, öhm. Danach hab ich die besagte gekonterte 12er-Muttern rechts zurückgedreht, 3 mm weiter als auf der Kettenseite - also andere Richtung. Diese Methode scheint mir näher an der Realität zu sein als ein Hinterrad, das ständig Kurve fährt. Der Kettenfluchtlaser ging zurück zum Detlef. Das saublöde Gefühl bleibt!!!! Denn JETZT weiß ich, daß die Kette voll schief auf Kettenrad und Ritzel läuft. Um das gerade zu machen, müßte ich eine voll fette Unterlagscheibe hinter das Antriebsritzel packen. Keine Anzeichen, daß das vorgesehen ist!


    Mein Verdacht ist halt: wenn ich das zum Yamahamann bringe, dann macht der das genau so wie ich. Nämlich irgendwie.


    Bin nicht zufrieden mit meiner Leistung. Derzeit lebe ich damit, daß das Kettenkit soooo nicht lange halten kann und wird. Dann gibt es halt öfter einen Wechsel, ne?

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  • Zur Not einen Laser verwenden.


    Aber bedenke, dass die Ruckdämpfer aus Gummi sind und das auch eine korrekte Kettenflucht dann nicht zwangsläufig gewährleistet ist.



    Wobei ein wenig Abwechslung da nicht viel ausmacht.

  • ich denke bei der originalkette (520er) sieht das ganze nochmal mehr schräg aus, als wenn man auf eine 530er Kette umgebaut hat.

    Aber mit dem Laser ist das in jedem Fall korrekt - vorausgesetzt der Laser wird korrekt platziert und steht nicht schräg.


    Und nebst der Kette, könnte man das auch an der Spur gegenprüfen.

    Wenn man die Spur manuell einstellen möchte, gibt's immer noch die Variante mit dem gespannten Seil. Funktioniert übrigens auch sehr gut beim Auto ;-)

    siehe:


    Einfach mal googlen, auf Youtube gibts gute Anleitungen

  • Glaub ma kann sich da auch verkünsteln. Hab das jetzt jahrelang mit dem Laser gemacht und die Ketten (von RK) haben über 30k km gehalten. Ma braucht halt nen guten Auflagepunkt fürn Laser am Kettenblatt damit die Flucht passt. Wichtig bei der ganzen Geschichte auch selbstsichernde Muttern außen am Kettenspanner zu nehmen oder nen 3. Paar Muttern dran packen sonst geht die Schwingenabdeckung gerne ma verloren.