Da die warmen Tage so langsam zu Ende gehen und ich bekennender Schön- und Warmwetterfahrer bin, werde ich den Winter wieder für Wartungsarbeiten am Motorrad verwenden. Das Motorrad hat jetzt gut 20.000km gelaufen , was ja auf die 20.000km Inspektion hindeutet. Die beinhaltet ja neben den üblichen jährlichen Kontrollen und so zusätzlich noch Zündkerzenwechsel und noch was mit Lenkkopflager fetten.
Ans Lenkkopflager traue ich mich jedoch (noch) nicht selber ran, weil ich dafür ja gefühlt die ganze Front demontieren muss. In meinen Augen auch wieder so ein typischer Fall von, dem Kunden zwei Stunden Arbeitszeit in Rechnung zu stellen, nur um ein Teil einzufetten, an das man sonst nicht rankommt. Ein System mit Abschmiernippeln oder so wäre da doch wesentlich bedienerfreundlicher.
Sollte das Lenkkopflager unbedingt alle 20.000km gefettet werden oder braucht das nicht sein lange sich der Lenker noch frei und ohne Widerstand in beide Richtungen bewegen lässt?
Zusätzlich möchte ich noch Kettensatz, Gabelöl und Kühlflussigkeit wechseln.
Letztens beim kontrollieren des Kettendurchhangs kam mir die Kette doch irgendwie ungleichmäßig gelängt vor. So ein Kettensatz kostet nicht die Welt und ich hoffe dann auch auf weniger spürbare Lastwechsel oder anders ausgedrückt etwas direktere, linearere Verbindung zwischen Gasgriff und Antrieb am Hinterrad.
Beim Gabelöl weiß ich nicht, ob das überhaupt schonmal gewechselt wurde, aber schaden kann frisches Öl in der Gabel ja sicherlich auch nicht. Große Experimente mit anderer Viskosität oder Luftpolstern möchte ich übrigens nicht machen. Ich bin ja schlank und leicht. Es wird anstatt 5er Öl aber 7,5er werden, ob ich davon einen Unterschied merke, werde ich dann sehen.
Die Reifen scheinen mir bis auf einen kleinen schleichenden Luftverlust am Hinterrad (etwa 0,5 - 0,7bar nach gut einer Woche Standzeit) noch OK zu sein. Ansonsten nach etwa 10.000km noch zwischen 3mm und 5mm Profil.
Habt ihr sonst noch Ratschläge?